Vielfalt und gesunde Arbeit – wahrgenommene Auswirkungen
- Bei den Befragten überwiegt die positive Bewertung von Arbeit in vielfältigen Teams: Rund die Hälfte stimmt zu, dass Arbeiten in vielfältigen Teams überwiegend zu besseren Arbeitsergebnissen und zu einem besseren Arbeitsklima beitragen kann.
- Andererseits wird auch antizipiert, dass es in vielfältigen Teams häufiger zu Kommunikationsproblemen und Missverständnissen (35,6 Prozent Zustimmung) oder sogar zu Konflikten (30,5 Prozent Zustimmung) kommen kann.
- Solche Herausforderungen scheinen dann für die Befragten wahrscheinlicher, wenn der persönliche bzw. inhaltliche Einbezug ins Team fehlt oder erschwert ist. So stimmen diejenigen, die oft oder immer von zu Hause oder unterwegs arbeiten, sowie die in Leih- und Zeitarbeit Tätigen häufiger als andere zu, dass es zu Missverständnissen oder Konflikten kommen kann.
Des Weiteren sollten die Befragten eine Einschätzung zu Chancen und Herausforderungen bei der Arbeit in vielfältigen Teams abgeben. Insgesamt lässt sich eine überwiegend positive Bewertung erkennen, wobei gleichzeitig ambivalente Einschätzungen und potenzielle Problemlagen sichtbar werden.
Die Aussage, dass ein vielfältiges Team bessere Arbeitsergebnisse erzielt, erhält die stärkste Zustimmung („trifft voll und ganz zu“ und „trifft eher zu“) (Diagramm 4). Hier stimmen insgesamt 52,0 Prozent der Befragten zu, während nur 14,4 Prozent diese Aussage ablehnen („trifft nicht zu“ und „trifft eher nicht zu“). Ein ähnlich positives Bild zeigt sich bei der Aussage, dass das Arbeitsklima in vielfältigen Teams angenehmer sei.
Demgegenüber zeigt sich bei Aussagen zu potenziellen Herausforderungen in diversen Teams ein etwas anderes Bild. So stimmen 35,6 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass es in vielfältigen Teams häufiger zu Kommunikationsproblemen und Missverständnissen komme. Demgegenüber stimmen 29,7 Prozent dieser Aussage nicht bzw. eher nicht zu. Ähnlich verhält es sich bei der Aussage, dass vielfältige Teams zu mehr Konflikten führen: 30,5 Prozent stimmen zu, während 34,4 Prozent dem nicht zustimmen. Insgesamt scheint die Vielfalt in Teams demnach überwiegend als produktivitäts- und klimafördernd wahrgenommen zu werden. Gleichzeitig scheinen Missverständnisse und Konflikte nicht selten zu sein. Dies könnte aber möglicherweise auch auf ambivalente Erfahrungen oder Unsicherheit bei der Beurteilung hindeuten. Eventuell spielt dabei auch die soziale Erwünschtheit eine Rolle.